Terroranschlag
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Bombenanschlag auf den USO-Club

Neapel, Italien| 14. April 1988

Am 14. April 1988 explodierte vor dem USO-Club in Neapel/Italien eine Autobombe. Bei der Explosion kamen fünf Menschen ums Leben, darunter eine amerikanische Soldatin. Fünfzehn weitere Menschen wurden verletzt, darunter vier amerikanische Soldaten. Gegen Junzo Okudaira, ein Mitglied der Terrororganisation Japanische Rote Armee (JRA), wurde in den Vereinigten Staaten am 9. April 1993 Anklage wegen des Bombenanschlags in Neapel erhoben. Okudaira gehört auch zu den Verdächtigen im Zusammenhang mit den Autobomben- und Mörsergranatenanschlägen gegen die Botschaft der Vereinigten Staaten in Rom vom Juni 1987.

Die JRA formierte sich in den 70er Jahren durch Abspaltung von der Japanischen Kommunistischen Liga/Rote Armee Fraktion (RAF). Zu ihren Spitzenzeiten hatte die Vereinigung bis zu 40 Mitglieder und galt als eine der am besten bewaffneten Linksgruppen der Welt. Während der 70er Jahre verübte die JRA weltweit eine Reihe von Anschlägen, darunter auch das Massaker auf dem Lod-Flughafen in Israel in 1972, die Entführung von zwei japanischen Passagierflugzeugen sowie eine versuchte Besetzung der Botschaft der Vereinigten Staaten in Kuala Lumpur.

JRA verfolgte das historische Ziel, die japanische Regierung und Monarchie zu stürzen. Der Anführer der Gruppe wurde jedoch im Jahre 2000 verhaftet. Im darauffolgenden Jahr gab die Gruppe bekannt, dass sie sich auflösen wolle. Die langjährigen engen Verbindungen der Gruppe zu palästinensischen Terrororganisationen führte viele zu der Annahme, dass sich die Machtstruktur der JRA in den Nahen und Mittleren Osten verlagert habe.

Für sachdienliche Hinweise, die zur Festnahme der Täter dieses Anschlags führen, stellt das Programm eine Belohnung von bis zu fünf Millionen US-Dollar in Aussicht.