Erfolgsgeschichten

Khadaffy Janjalani

Verstorben

Khadaffi Janjalani galt als einer der hochrangigsten Anführer der islamistischen Fundamentalisten-Gruppe Abu-Sayyaf (ASG), die in den Philippinen agiert. Er ist verantwortlich für die Entführung und den Tod von philippinischen und amerikanischen Staatsbürgern. Janjalani wurde mit der Entführung von Martin und Gracia Burnham und zwei weiteren US-Bürgern in Verbindung gebracht, und er ist außerdem unmittelbar verantwortlich für die Enthauptung eines weiteren amerikanischen Staatsbürgers namens Guillermo Sobero. Janjalani hat außerdem viele Anschläge gegen die Interessen der Vereinigten Staaten geplant und durchgeführt. Insbesondere wird er mit den Anschlägen auf die Botschaft der Vereinigten Staaten in Manila und die „Superferry-14“ sowie mit den Bombenanschlägen am Valentinstag in Verbindung gebracht, bei denen insgesamt hunderte unschuldiger Menschen getötet bzw. verletzt wurden.

Im September 2006 führten Hinweise durch einige unerschrockene philippinische Bürger dazu, dass Khadaffy Janjalani durch die philippinischen Streitkräfte (AFP) aufgespürt und in einem anschließenden Gefecht getötet werden konnte. In den darauffolgenden Monaten gab es Gerüchte über Janjalanis Tod, die jedoch ohne Identifizierung der Leiche durch Regierungsbeamte nicht bestätigt werden konnten. Ende Januar 2007 meldeten sich zwei Personen mit Hinweisen auf den Ort, an dem sich Janjalanis Leiche befand. Nachdem das FBI genetische Tests durchgeführt hatte, konnte bestätigt werden, dass es sich in der Tat um Janjalanis Leiche handelte. Alle Hinweise der Informanten sind als entscheidende Faktoren für die erfolgte Tötung und spätere Identifizierung der Leiche Janjanlanis zu werten. Für ihren Mut und ihre Mithilfe erhielten die betreffenden philippinischen Bürger später am 7. Juni 2007 von der US-Regierung im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung unter der Leitung des amerikanischen Botschafters in den Philippinen auf der Insel Jolo eine Belohnung von insgesamt fünf Millionen US-Dollar (245 Millionen Pesos).

Die Abu-Sayyaf-Gruppe wurde Anfang der 90er Jahre von Abdurajik Janjalani, dem älteren Bruder von Khadaffy Janjalani, gegründet. Abdurajik Janjalani lernte den mittlerweile verstorbenen Osama bin Laden in Afghanistan bei den Kämpfen gegen die Sowjets kennen. Das Treffen inspirierte ihn dazu, in den Philippinen eine eigene islamistische Separatisten-Bewegung zu gründen. Die ASG, deren Hochburg sich auf der südlichen Insel Basilan befand, wurde mit der Absicht gegründet, im westlichen Gebiet von Mindanao und dem Sulu Archipel einen unabhängigen islamischen Staat zu schaffen. Seit den 90er Jahren hat die ASG verschiedene Bombenanschläge gegen Interessen der Vereinigten Staaten und der Philippinen verübt. Um sich Finanzmittel zu beschaffen, hat die ASG in den letzten Jahren gezielt mehrere Touristen und örtliche Geschäftsleute entführt. Die ASG wurde vom US-Außenministerium als eine ausländische Terrororganisation eingestuft und stellt auch weiterhin eine Gefahr für die Stabilität der Philippinen dar.