Terroranschlag
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Ermordung von John Granville und Abdelrahman Abbas Rahama

Khartoum, Sudan| 1 Januar 2008

Am 1. Januar 2008 wurden der US-Staatsbürger und Mitarbeiter der US-Behörde für Internationale Entwicklung (USAID) John Granville und sein sudanesischer Fahrer, Abdelrahman Abbas Rahama, auf dem Weg von einer Neujahrsfeier nach Hause in Khartoum, Sudan, erschossen und ums Leben gebracht. Zwei separate Gruppen übernahmen die Verantwortung für die Morde: die heute nicht mehr existierende Al-Qaida der beiden Nilflüsse (AQTN) und Ansar al-Tawhid (Unterstützer von Monotheismus).

Fünf Männer wurden in Sudan vor Gericht gestellt und wegen ihrer Beteiligung an den Morden verurteilt. Abdelraouf Abu Zaid Mohamed Hamza, Mohamed Makawi Ibrahim Mohamed, Abdelbasit Alhaj Alhassan Haj Hamad und Mohanad Osman Yousif Mohamed wurden zu Tode durch Erhängen verurteilt, sie sind jedoch ein Jahr nach der Verurteilung aus dem Khober-Gefängnis in Khartoum geflüchtet. Mohanad starb angeblich im Mai 2011 in Somalien. Abdelraouf wurde von den sudanesischen Behörden wieder festgenommen. Makawi und Abdelbasit befinden sich noch immer auf freiem Fuß.

Abdelrahman Abbas Rahama, 39, wurde in Juba, Sudan, geboren. Er begann seine USAID-Karriere 2004 als eines der ursprünglichen Mitglieder des Katastrophenteams für Darfur, Sudan. Er wurde im November 2005 als Fahrer für USAID/Sudan-Einsatz in Khartoum angestellt.

John Granville, 33, war aus Buffalo, New York. Er arbeitete mehr als drei Jahre an USAID-Demokratie- und Regierungsprogrammen in Sudan und half bei der Verteilung von Tausenden von solar-betriebenen Radios in Südsudan, einer Region, die durch den Krieg über zwei Jahrzehnte isoliert war, um die Einwohner über ihre Rechte zu informieren und sie auf die Wahlen vorzubereiten. Granville diente von 1997 bis 1999 als Friedenstruppen-Freiwilliger in Kamerun und erhielt danach das Fulbright-Stipendium, um unabhängige Forschungsarbeiten in Kamerun durchzuführen.

Für sachdienliche Hinweise, die zur Festnahme der Täter dieses Anschlags führen, stellt das Programm eine Belohnung von bis zu fünf Millionen US-Dollar in Aussicht.

Opfer

Foto von Abdelrahman Abbas Rahama
Abdelrahman Abbas Rahama
Foto von John Granville
John Granville