Erfolgsgeschichten

Edgar Navarro

Verstorben

Im Februar 2003 nahmen die Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) Thomas Howes, Keith Stansell und Marc Gonsalves als Geiseln, nachdem deren US-Flugzeug im kolumbianischen Urwald abgestürzt war. Als Teil des Geisel-Komplotts ermordete die FARC und ihre Verschwörer zwei weitere Insassen des Flugzeugs, den amerikanischen Staatsbürger Thomas Janis und den kolumbianischen Feldwebel Luis Alcides Cruz.

Am 19. Oktober 2003 wurde Edgar Gustavo Navarro (alias El Mocho), der Kommandant der Mobilen Teofilo-Forero-Kolonne (TFMC) der -Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens- (FARC), bei einem Schusswechsel mit der regulären kolumbianischen Armee getötet. Die Tötung Navarros wurde erst durch die Mithilfe von drei Informanten ermöglicht. Diese hatten, motiviert durch eine mögliche Belohnung, die kolumbianischen Soldaten zu dem TFMC-Lager geführt, wo schließlich die bewaffnete Auseinandersetzung stattfand. Im April 2004 erhielt jeder Informant 300.000,- US-Dollar für die Unterstützung und Hinweise, die zum Tod von Edgar Navarro führten. Navarro wurde verdächtigt, in die Entführung der drei vorgenannten Amerikaner verwickelt zu sein.

Seit 1997 wird die FARC vom US-Außenministerium als ausländische Terrororganisation eingestuft. Die FARC geht mit Gewalt und anderen kriminellen Mitteln gegen Nationen, Regierungen und Personen vor, die im Widerspruch zu den Ansichten der FARC stehen. Seit mindestens Anfang der 60er Jahre gilt die FARC als extrem antiamerikanisch und arbeitet gewaltsam gegen die Interessen Amerikas. Im März 1998 teilte die FARC mit, dass für diese Organisation alle Beamten der US-Regierung legitime militärische Ziele darstellten. Neben Drogenschmuggel hat es die FARC vornehmlich auf die Erpressung, Geiselnahme und Ermordung von amerikanischen Staatsbürgern abgesehen, die in Kolumbien und benachbarten Ländern leben, diese besuchen oder dort geschäftlich tätig sind.