Erfolgsgeschichten

Abu Solaiman

Verstorben

Abu Solaiman gehörte zu den hochrangigsten Anführern der islamistischen Fundamentalisten-Gruppe Abu-Sayyaf (ASG), die in den Philippinen agiert. Als Einsatz- und Logistikchef für die ASG war Solaiman zusammen mit Khadaffy Janjalani für die Entführung und Ermordung von philippinischen und amerikanischen Staatsbürgern verantwortlich. Solaiman wurde mit der Entführung von Martin und Gracia Burnham und zwei weiteren US-Bürgern in Verbindung gebracht. Außerdem war er an der Enthauptung eines weiteren Amerikaners namens Guillermo Sobero beteiligt. Solaiman ist nicht nur für diese Anschläge verantwortlich, sondern hat eine ganze Reihe von Anschlägen gegen US-Interessen geplant und durchgeführt. Dazu gehören die Anschläge auf die Botschaft der Vereinigten Staaten in Manila und die „Superfähre-14“ sowie die Bombenanschläge am Valentinstag, bei denen in der Summe hunderte unschuldiger Menschen getötet oder verletzt wurden.

Am 16. Januar 2007 führten die philippinischen Streitkräfte aufgrund von Hinweisen zweier sehr tapferer philippinischer Bürger einen Einsatz durch, um Solaiman zu stellen und auszuschalten. Der erfolgreiche Einsatz war nur aufgrund der Hinweise möglich, welche die Informanten den philippinischen Streitkräften gegeben hatten. All diese Hinweise und Unterstützung seitens der Informanten erwiesen sich als entscheidend für die Feststellung des Aufenthaltsorts von Solaiman, seine anschließende Tötung und spätere Identifizierung. Für ihren Mut und ihre Mithilfe erhielten die betreffenden philippinischen Bürger später am 7. Juni 2007 von der US-Regierung im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung unter der Leitung des amerikanischen Botschafters in den Philippinen auf der Insel Jolo eine Belohnung von insgesamt fünf Millionen US-Dollar (245 Millionen Pesos).

Die Abu-Sayyaf-Gruppe wurde Anfang der 90er Jahre von Abdurajik Janjalani, dem älteren Bruder von Khadaffy Janjalani, gegründet. Abdurajik Janjalani lernte den mittlerweile verstorbenen Osama bin Laden in Afghanistan bei den Kämpfen gegen die Sowjets kennen. Das Treffen inspirierte ihn dazu, in den Philippinen eine eigene islamistische Separatisten-Bewegung zu gründen. Die ASG, deren Hochburg sich auf der südlichen Insel Basilan befand, wurde mit der Absicht gegründet, im westlichen Gebiet von Mindanao und dem Sulu Archipel einen unabhängigen islamischen Staat zu schaffen. Seit den 90er Jahren hat die ASG verschiedene Bombenanschläge gegen Interessen der Vereinigten Staaten und der Philippinen verübt. Um sich Finanzmittel zu beschaffen, hat die ASG in den letzten Jahren gezielt mehrere Touristen und örtliche Geschäftsleute entführt. Die ASG wurde vom US-Außenministerium als eine ausländische Terrororganisation eingestuft und stellt auch weiterhin eine Gefahr für die Stabilität der Philippinen dar.