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Informationen, die Personen zur Rechenschaft ziehen…

Abdul Zakir

Bis zu 5 Millionen US-Dollar

Abdul Rauf Zakir, auch bekannt als Qari Zakir, ist der Chef der Selbstmordanschläge für das Haqqani-Netzwerk und der Anführer der Anschläge in den afghanischen Provinzen Kabul, Takhar, Kunduz und Baghlan. Zakir ist verantwortlich für das Ausbildungsprogramm des Haqqani-Netzwerks, worin Ausbildung in Kleinwaffen, Schwerwaffen und Grundkonstruktion improvisierter Sprengkörper (IED) enthalten sind.

Zakir nahm 2008 mit dem Anführer des Haqqani-Netzwerks Sirajuddin Haqqani Kontakt auf, um finanzielle Hilfe zu erbitten, als Ersatz für eine Erweiterung des Einflusses und der Tätigkeit der Gruppe in Nordafghanistan und ist zum Kollegen und Vertrauten von Sirajuddin geworden. Er war in viele im Fokus der Öffentlichkeit stehende Selbstmordanschläge des Haqqani-Netzwerks verwickelt und ist teilweise verantwortlich für die endgültige Entscheidung darüber, ob großangelegte, von lokalen Bezirkschefs geplante Anschläge fortgesetzt werden sollen oder nicht. Zu den Anschlägen unter Verwendung von Personal, das aus Zakirs Ausbildungsprogramm ausgewählt wurde, gehören die Anschläge auf die Koalitionsstützpunkte Salerno und Chapman im Jahr 2010, die Anschläge auf das Hotel Intercontinental im Juni 2011, wobei 11 Zivilisten und zwei afghanische Polizisten ums Leben kamen, und der Anschlag auf die US-Botschaft in Kabul im September 2011, wobei 16 Afghanen, darunter mindestens sechs Kinder, getötet wurden.

Das US-Außenministerium benannte am 5. November 2012 Abdul Rauf Zakir als einen SDGT (Specially Designated Global Terrorist) gemäß der Anordnung des Präsidenten, Nr. 13224.

Das Haqqani-Netzwerk ist eine Kampfgruppe, die von Jalaluddin Haqqani gegründet wurde, einem Kommandanten, der in den 1980er Jahren in Afghanistan gegen die sowjetischen Truppen kämpfte. Das Haqqani-Netzwerk ist mit der afghanischen Taliban und Al-Qaida verbündet und versucht die Herrschaft der Taliban in Afghanistan wieder herzustellen. Das Haqqani-Netzwerk hat ihre Basis vorwiegend im Norden Waziristans in Pakistan und führt grenzübergreifende Anschläge in Ostafghanistan und Kabul durch. Die Haqqanis gelten als die gefährlichste Aufständischengruppe, die sich Koalitions- und afghanische Truppen in Afghanistan zum Ziel gesetzt haben.

Das Haqqani-Netzwerk hatte eine Reihe von maßgeblichen Entführungen und Anschlägen gegen US- und Koalitionstruppen in Afghanistan geplant und durchgeführt, sowie gegen die Regierung und zivile Ziele in Afghanistan. Zu einigen der offenkundigsten Anschläge der Gruppe gehören der Anschlag auf das Hotel Intercontinental in Kabul im Juni 2011, wo 11 Zivilisten und zwei afghanische Polizisten getötet wurden, der Lkw-Bombenangriff in der Provinz Wardak in Afghanistan im September 2011, wobei 77 US-Soldaten verletzt wurden, der 19-stündige Anschlag auf die US-Botschaft und das ISAF-Hauptquartier in Kabul im September 2011, ein Selbstmordanschlag gegen den Stützpunkt Salerno im Juni 2012, wobei zwei US-Soldaten getötet und über 100 verletzt wurden und eine 12-stündige Belagerung des Hotels Spozhmai in Kabul im Juni 2012, die den Tod von mindestens 18 Afghanen, darunter 14 Zivilisten, zur Folge hatte.

Das US-Außenministerium benannte am 19. September 2012 das Haqqani-Netzwerk eine ausländische Terroristenorganisation.